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Webinar statt Vorlesung: Lernziele genau definieren!


Sind Webinare das Modell der Zukunft? Zu unterscheiden ist zwischen der Vermittlung von Wissen oder der Vermittlung von Fähigkeiten.

Es ist davon auszugehen, dass sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Webinaren weiter steigen werden, was Studien und Umfragen auch belegen. Charakteristisch bei dieser Lernmethode ist, dass nahezu unbegrenzt viele Personen teilnehmen können, sodass sie auch für grössere Veranstaltungen wie zum Beispiel E-Learnings, Online-Analysegespräche, kommerzielle Produkteeinführungen und -erläuterungen sowie für Online-Medienkonferenzen eingesetzt werden. Was spricht für sie, was eher dagegen?
«Sie haben einen grossen Vorteil, wenn es darum geht, lediglich Informationen zu transportieren», erklärt Martin Betschart, Erfolgscoach, Key Note Speaker, Bestsellerautor und TV-Talkmaster. Mit Webinaren können Zeit und Kosten gespart werden. Webinare könnten seiner Meinung nach in vielen Bereichen eingesetzt werden, insbesondere für Studierende, «die sich langweilige, langatmige Professorinnen und Professoren anhören müssen, die das Wort Vorlesung noch wörtliche nehmen». Das würde auch das Bildungssystem deutlich günstiger machen. Martin Betschart hat längst damit angefangen, alles in Webinare zu packen, was wirklich möglich ist. Aber: «Ein Live-Seminar beziehungsweise ein Erfolgstraining ist damit nicht zu ersetzen. Ein Motivations- oder ein Rhetoriktraining, bei denen es diese Live-Situation braucht, ist online nicht realisierbar», betont der Experte für Erfolgspsychologie, Motivation und Menschenkenntnis.
Das Eduweb der PHZ Luzern bietet Webinare im Rahmen der Schulung und Workshops für Dozierende an, nicht aber auf Online-Sequenzen in der Ausbildung der Studierenden. Im Vordergrund steht die Vermittlung eines spezifischen Themas. Carola Brunnbauer: «Webinare bieten die Möglichkeit, Dozierende zu erreichen, ohne dass diese extra zu uns in den Schulungsraum kommen müssen.» Aber auch sie gibt zu bedenken: «Ein Webinar interaktiv und für alle gewinnbringend zu gestalten, ist eine grosse Herausforderung. Die Gefahr besteht darin, dass lediglich traditioneller Frontalunterricht und Einwegkommunikation stattfinden. Deshalb kann nicht einfach davon gesprochen werden, dass Webinare das Modell der Zukunft sind. In erster Linie haben Lerninhalte und Ziele einen Einfluss auf die Methodenwahl.» Carola Brunnbauer ist Dozentin an der PHZ Luzern und beschäftigt sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin mit der Konzeption und Umsetzung von E-Learning.
Fazit: Es geht darum, schnell, unkompliziert, einfach und bequem möglichst viele interessierte Menschen zu erreichen. Neben der Aus- und Weiterbildung werden Webinare heute zunehmend auch für Meetings und Präsentationen, aber auch im Dialog-Marketing eingesetzt. Webinare eignen sich vorrangig für die Vermittlung von Wissen und gegebenenfalls von Fertigkeiten. Bei der Vermittlung von Fähigkeiten stossen sie an ihre Grenzen.

Infobox - Webinare
Webinare sind interaktive Seminare via Internet im virtuellen Raum. Meistens wird der Bildschirm unterteilt. Man hat ein Hauptfenster für die Präsentation der Lerninhalte, ein Fenster für Fragen (Chat) und ein Fenster, in dem die Lehrperson sichtbar ist. Weitere Interaktionsmöglichkeiten sind das Herunterladen von Dateien und die Teilnahme an Umfragen. Charakteristisch ist, dass nahezu unbegrenzt viele Personen teilnehmen können. Üblicherweise erfolgen sie live; ein Mitschnitt kann jederzeit später abgerufen werden.
Weiterführende Informationen:
www.webinar.20min.ch

Publiziert am 18. März 2013

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